NeuroIPS Map

Big Data
Persoenlichkeit
Wir geben Daten ein Gesicht

1. Persönlichkeit in 16 Typen und vier Grundtypen

Die sechs Dimensionen
Die Präferenzen der Gehirnsysteme, die in Summe Persönlichkeit ausmachen, lassen sich durch sechs Dimensionen charakterisieren. Basierend auf den erprobten und bewährten Kategorien von C.G. Jung unterscheiden auch wir sie mit den Begriffen  Extraversion und Introversion ,  Sensing und Intuition ,  Thinking und Feeling ,  Judging und Percieving 

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… bilden zusammen eine Dimension. Sie gibt darüber Auskunft, ob man seine Antriebsenergie überwiegend von außen (extra) oder von innen (intro) bezieht. Extravertierte brauchen und mögen Außenreize, sie fühlen sich lebendig, wenn etwas los ist oder ihr Gehirn spannende Informationen verarbeiten kann. Introvertierte fühlen sich manchmal allein wohler, sie hängen gern ihren eigenen Gedanken nach und können ihre Energie aus sich selbst ziehen. 

… sind die zwei Dimensionen, die als einfache Systemebenen im hinteren Teil des Gehirns angesiedelt sind. Sie erklären, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt: überwiegend sinnlich, also konkret und realistisch, mit Sinn für Details und Unstimmigkeiten, oder intuitiv, mit einer Vorliebe für Muster, Abstraktes, Konzeptionelles und für Möglichkeiten. Sensing-Typen gehen in der Regel gründlich und genau vor, sie kommen gern vom Detail zum Ganzen. Intuitive hingegen filtern ihre Wahrnehmung unbewusst nach Mustern – vom Großen zum Kleinen. Sie sind meist schneller und handlungsorientierter. Sensing und Intuition sind die einfachen Systemebenen der Persönlichkeit. Sie befinden sich im hinteren Bereich des Gehirns.

… sind die zwei Dimensionen, die die komplexen Systemebenen im vorderen Bereich des Gehirns bezeichnen, in dem auch das Bewusstsein sitzt. Menschen, die das Thinking bevorzugen, entscheiden mehr nach analytischen, logischen Kriterien. Ihre Denkweise ist linear. Sie urteilen gern rational und sachlich. Menschen, die das Feeling als dominantes Merkmal haben, entscheiden mehr im Rahmen persönlicher Werte, aus ihrer Lebenserfahrung, nach „Bauchgefühl“. Die Denkweise ist ganzheitlich – sie ziehen Gefühle in ihre Bewertung ein.

… bilden wiederum eine Dimension, die die die Art und Weise bezeichnet, wie man das Leben angeht. Judging-Typen bevorzugen Regeln und Struktur. Sie haben die Dinge gern unter Kontrolle, sind entschlussfreudig und ergebnisorientiert. Mehrdeutigkeit und Unklarheit verunsichern sie eher. Percieving-Typen mögen und suchen nach Möglichkeiten. Sie sind prozessorientiert, verfügen über Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Sie bevorzugen Unabhängigkeit und ändern auch schon mal im Galopp die Richtung.

2. Die Dimensionen bilden 16 NeuroIPS-Typen

fbtk_neuroips_maps@2xMit dem ViQ lässt sich die Ausprägung der sechs Dimensionen einer Persönlichkeit messen und in einer Skala darstellen. Die jeweils dominante, also stärker ausgeprägte Skala liefert den Buchstaben für eine Vierer-Kombination, die insgesamt ein Persönlichkeitsbild zeichnet.

Ist ein Mensch z.B. mehr extra- als introvertiert, ist der erste Buchstabe seiner NeuroIPS-Persönlichkeit ein E. Ist die Intuitions-Skala ausgeprägter als die Sensing-Skala, ist der zweite Buchstabe ein N. Ist er eher Thinking- als Feeling-orientiert, ist der dritte Buchstabe ein T; dominiert dann noch das Percieving über das Judging, ist er insgesamt ein „ENTP“.  

So ergeben sich aus vier mal vier Dimensionskombinationen 16 Persönlichkeitstypen. Auf der NeuroIPS-Map sind sie analog ihres Bedürfnisses nach Information und Ordnung verortet.

3. Die vier Grundtypen

Die mittleren zwei Buchstaben der NeuroIPS-Typologie bezeichnen die vier Grundtypen: ST, SF, NT und NF – den  Analytiker , den  Strategen , den  Beziehungsmenschen  und den  Kreativen.  

Um die NeuroIPS-Typologie zu veranschaulichen, sollen diese vier Grundtypen kurz charakterisiert werden.

Wahrnehmung:
viel Information (Detailwahrnehmung)

Entscheidung:
sehr geordnet (Kopfentscheidung)

 Analytiker brauchen Zahlen und Fakten, haben (und suchen) Detail-wissen, streben nach Effizienz: „Es muss sich rechnen“, könnte ihr Motto sein. 

ST-Typen sind leistungsbewusst, realistisch, präzise und verlässlich. Besondere Stärken sind vor allem  ihre Genauigkeit und ihre Fähigkeit, Dinge zu organisieren. Sie arbeiten systematisch, entscheiden aus kritischer Distanz – sachlich und logisch, auf Basis von Fakten. Sie schätzen gute Vorbereitung und ein bestän-diges Leistungsniveau. Menschen dieses Typs bewahren und erhalten Dinge, die funktionieren.

Wahrnehmung:
wenig Information (Intuitive Wahrnehmung)

Entscheidung:
sehr geordnet (Kopfentscheidung)

 Strategen brauchen den Gesamt-überblick, haben visionäre Ideen, streben nach Einfachheit: „Reduce to the maximum“ wäre ein guter Slogan für ihre Lebenseinstellung. 

Strategen denken groß, sind selbstbestimmt, konsequent und neugierig. Sie suchen Unabhängigkeit, Freiheit und die Möglichkeit, Dinge selbstständig zu regeln. Sie gehen Konflikten nicht aus dem Weg und halten sich nicht lange mit Details auf. Sie können gut strukturieren, Konsequenzen voraussehen und alle Informationen in ein Strategiekonzept gießen. Durch ihre Fähigkeit, Emotionen zu zügeln, sind sie in der Lage, auch unter Druck Entscheidungen zu treffen. Damit schaffen sie für sich und andere ein Gefühl der Sicherheit.

Wahrnehmung:
viel Information (Detailwahrnehmung)

Entscheidung: ungeordnet (Bauchentscheidung)

 Beziehungsmenschen suchen – Kooperation und Partnerschaft, Zuverlässigkeit und überprüfbare Fakten: „Every Business is People’s Business“ gibt ihre Einstellung im Geschäftsleben wieder. 

Beziehungsmenschen sind praktisch veranlagt, vertrauenswürdig und ver-ständnisvoll. Sie mögen Rituale und sind immer im Hier und Jetzt. Harmo-nische Beziehungen sind dieser Gruppe von Menschen sehr wichtig. Viele Vereine, aber auch Unternehmen, haben den SF-Typen ihre Beständigkeit zu verdanken. Sie sind da, wenn sie gebraucht werden, und zeichnen sich durch ihre Freundlichkeit, Umgäng-lichkeit und Loyalität aus. Ihre Arbeit verrichten sie systematisch und zuweilen meisterhaft – bis ins Detail genau. Charakteristisch ist ihr hochentwickeltes Gespür für die eigenen, als auch für die Gefühle anderer Menschen.

Wahrnehmung:
wenig Information (Intuitive Wahrnehmung)

Entscheidung: ungeordnet (Bauchentscheidung)

 Kreative suchen Chancen und Mög-lichkeiten, setzen Trends, vertrauen auf ihr Gefühl und streben nach Transzendenz. 

NF-Typen sind kommunikativ, spontan, ganzheitlich, unkonventionell und künstlerisch. Sie greifen neue Trends auf – oder setzen sie. Sie sind idealistisch, suchen nach dem Besonderen und sind fasziniert von den Möglichkeiten, die das Leben bietet. Kreative Typen sind achtsame Menschen und an ihrer Außenwelt interessiert. Weiterentwicklung ist ihnen sehr wichtig.
Sie wertschätzen Authentizität und eine innere Haltung. Instinktiv wissen sie, wie man Menschen begeistert.  Sie verfügen über den sprichwörtlichen siebten Sinn.